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Juni 2009
19.06.2009 Kriminalität
19.06.2009 IT-Unfälle
zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift abschreckende Strafen gefährliche Computer
 

 
 
Bei Diebstahl stieg die Zahl der gemeldeten Fälle von 1638 Fällen pro 100.000 Einwohnern 1963 auf 4860 Fälle 1992 und ging bis zum Jahr 2007 auf 3107 Fälle pro 100.000 Einwohner zurück (alte Bundesländer zuzüglich Gesamt-Berlin). ... (2)
 
 
Bei den untersuchten Gewaltdelikten hat es seit den 60er Jahren einen nahezu stetigen Anstieg der registrierten Straftaten gegeben – von einer Phase der Stagnation in den 80er Jahren abgesehen. Der starke Anstieg von rund 80 Straftaten pro 100.000 Einwohner 1963 auf 272 Fälle 2007 (alte Bundesländer zuzüglich Gesamt-Berlin) ist vor allem auf einen starken Anstieg der Fallzahlen bei Raub und Körperverletzung zurückzuführen. Die Fallzahlen bei Mord und Totschlag blieben hingegen weitgehend konstant. (2)
 
 

 
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung - DIW - hat zusammen mit der Goethe-Universität Frankfurt in einer Studie (1) eine Wirkungsbilanz der vor genau 40 Jahren beschlossenen Großen Strafrechtsreform von 1969 aufgestellt (2) und dazu die Zusammenhänge zwischen Zusammenhang zwischen Strafverfolgung und Kriminalität untersucht. Ihr Ergebnis: Hohe Aufklärungs- und Verurteilungsraten wirken abschreckend, nicht aber Verfahrenseinstellungen und Ausgleichsbemühungen zwischen Tatbeteiligten und Opfern [Diversion (3)].

Die Studie wurde von Volkswirten erstellt, deren Blick sich besonders auch auf die Auswirkungen der Kriminalität auf das Wirtschaftswachstum richtet. Ihre Perspektive ergänzt die Rechtstatsachenforschung und die Rechtsfolgenabschätzung, ohne jedoch als einzige Zielgröße hinreichend sichere Aussagen auf die Wirkungen der Strafverfolgung zu geben. Sie blenden damit Entwicklungen in der Bevölkerungsstruktur, dem Arbeitsmarkt und die weitgehenden Grenzöffnungen aus.
 

Hardware tut weh

Zwischen 1994 und 2006 ist die Zahl der mit Computer verbundenen schwereren Unfälle um 732% angestiegen, teilt eine US-amerikanische Studie mit (4).

Bei 36,9 Prozent der Unfälle stießen Menschen gegen Computer. Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall: Bei 21,2 Prozent fielen Computer oder Computerteile auf den Menschen. Die gefährlichsten Teile sind Monitore, wobei allerdings seit der Einführung der leichteren LCD-Bildschirme die Zahl der Unfälle deutlich zurückgegangen ist. Für Kinder unter fünf Jahren und Menschen über 60 Jahren geht die Gefahr vor allem von Hardware und Kabeln aus, über die man stolpert. Die Verletzungen betrafen meist die Extremitäten, bei den Kindern unter 10 Jahren allerdings den Kopf.

Ich verkneife mir die böswilligen Kommentare.

zurück zum Verweis Anmerkungen
 


(1) Horst Entorf, Hannes Spengler, Is Being 'Soft on Crime' the Solution to Rising Crime Rates? Evidence from Germany, DIW September 2008

(2) DIW, Pressemitteilung vom 12.03.2009

(3) Diversion (Recht)
 

 
(4) Computer und Mensch - nicht selten eine gefährliche Begegnung, Heise online 09.06.2009;
Cornelia Dick-Pfaff, Unfallquelle Computer, Wissenschaft aktuell 09.06.2009;
Matthias Gräbner, Computer als Gefahr für Leib und Leben, Telepolis 09.06.2009
 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009