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Februar 2011
05.02.2011 Meldungen
     
zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift Nichts reimt sich auf Sushi Rückweg-Maschine

 
Von Oliver Kalkofe war zu hören, dass man noch "kistenweise alte Witze" habe, die man "bedürftigen Komikern gern für ihre Vermarktung zur Verfügung stellen" würde. Für Barths Strategie zeigt Kalkofe "vollstes Verständnis", denn "wenn man es schon geschafft hat, einen alten Kalauer erfolgreich zu klauen, dann muss man ihn auch schonungslos mit allen Mitteln des Gesetzes verteidigen". "Beim Humor ... hört auch für mich der Spaß auf!" (1)
"Es stört zwar nicht die Eiche, wenn die Sau sich daran reibt. Lässt sich das Schwein allerdings die Rinde urheberrechtlich schützen, geht das doch zu weit." (3)
 

11-02-06 
Schutz des Plagiats? überschreibt Mühlbauer seine Auseinandersetzung mit Mario Barths Abmahnungsbemühungen gegenüber dem Hersteller von T-Shirts (1). Es geht um den Slogan: "Nichts reimt sich auf Uschi". Er ist deshalb genial, weil mir und den meisten Mitmenschen sofort ein mehrdeutiges Wort einfällt. Reifere Menschen bringen mit dem Spruch aber nicht Barth, sondern das Frühstyxradio in Verbindung, also das Trio Kalkofe, Wischmeyer und Sabine Bulthaup, die schließlich zur wahrhaftigen "Uschi" wurde (2).

Am 03.12.2010 hat Mario Barth die Wortmarke "Nichts reimt sich auf Uschi" beim Deutschen Patentamt angemeldet. (3) Aber: Geklaut ist geklaut!
 

11-02-07 
Bislang kannte man nur archive.org, jetzt gibt es auch die WayBackMachine. Die Archive durchforsten seit den 90er Jahren das Internet und erstellen Momentaufnahmen von den aktuellen Homepages. Während der bekannte Archiv-Dienst keine oder kaum Grafiken anzeigte, macht das jetzt die Rückweg-Maschine und präsentiert anschauliche und interessante Ansichten vom Internet aus der Vergangenheit.
 

Strafvollzugsstatistik

11-02-08 
Das Statistische Bundesamt hat jüngst den Zahlenfriedhof das Zahlenwerk über die Vollzugsstatistik herausgegeben: Strafvollzug - Demograph.u.kriminolog. Merkmale d.Strafgefangenen am 31.03.
 

zurück zum Verweis Underground Economy Backup für das DNS

 
700 US-Dollar muss ein Krimineller für die Zugangsdaten zu einem Bankkonto bezahlen, mit dem sich ein garantiertes Guthaben von 82.000 Dollar erwirtschaften lässt. Für weniger belastbare Konten muss man laut ... Panda nur 80 US-Dollar ausgeben. (4)
 

11-02-09 
Eine neue Marktstudie aus der Underground Economy hat das Sicherheitsunternehmen Panda vorgestellt (4). In den kriminellen Online-Shops gibt es WhiteCards, bedruckte Zahlungskarten, Skimming-Geräte und ausgespähte Daten in Hülle und Fülle. Komplette Geldautomaten gibt es bereits ab 3.500 Dollar (5).

Erreichbar ist die Online-Mafia über Chats und Soziale Netze. Das deutsche, in der Vergangheit mehrfach gehackte Untergrund-Forum carders.cc etwa hat einen eigenen Twitter-Account und sogar eine Fangruppe auf Facebook. (6)

Auch Panda veröffentlicht Sicherheitsstudien, allerdings nur in englischer Sprache (7). Besonders interessant ist die Studie über die Underground Economy (8).
 
 

11-02-10 
Das Abklemmen Ägyptens vom Internet hat die Diskussion um eine vernünftige Redundanz neu aufleben lassen. Laut hat der ICANN-Präsident Rod Beckstrom jetzt gefordert, dass Ausfallsysteme für das zentrale Domain Name System geschaffen werden (9). Es müsse über eine feste Regelung zur Einführung von Secondary Servern außerhalb des jeweiligen Landes diskutiert werden. Manche Länder – wie etwa die USA – verfügen derzeit lediglich über Secondary Server im eigenen Land.

Schicker Name: Secondary Server. Das Problem trifft hingegen zu. Die reine Root-Verwaltung ist relativ banal. Sie vermittelt den Kontakt zu den Verteilstellen, also den regionalen Internetverwaltungen (Europa: RIPE) für nummerische IP-Adressen, Länderdomänen und Autonome Systeme. Bei ihnen beginnt das Problem.

Auf einer Stufe tiefer kann es bei einem Ausfall heftig hakeln. Die deutsche Länderdomain wird von einer einzigen Einrichtung verwaltet und es ist nichts davon bekannt, dass sie ihre Daten weiträumig redundant verwaltet. Wenn das so ist, dann könnte eine mächtige reale Katastrophe die Erreichbarkeit des deutschen Teils des Internets endgültig verhindern.

Das ist keine schöne Vorstellung.
 

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(1) Peter Mühlbauer, Schutz des Plagiats? Telepolis 04.02.2011

(2) Einzelheiten: Frühstyxradio: Nichts reimt sich auf Uschi – ein T-Shirt mit Geschichte, ostwestf4le.de 30.07.2010. Das eingebundene Video ist köstlich.

(3) Dietmar Wischmeyer (Günter der Treckerfahrer) bei: Rechtsstreit um "Uschi"!,, ffn.de 2011.


  

 
(4) Schwarzmarktpreise für gestohlene Online-Banking-Daten ermittelt, Heise online 04.02.2011

(5) Undercover-Aktion: PandaLabs ermitteln verdeckt auf dem Schwarzmarkt, pandanews.de 03.02.2011

(6) siehe (4)

(7) Panda Security, Reports

(8) Panda Security, The Cyber-Crime Black Market: Uncovered, 20.01.2011

(9) DNS-Mirrors als Retter in der Not, Heise online 03.02.2011
 

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© Dieter Kochheim, 12.02.2011