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Dezember 2011
31.12.2011 duale Welt
     
zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift . Hotspots

 

 
Alle 14 Tage erscheint die , 26 Mal pro Jahr. Leider sind "Jahr" und "Wochen" nicht kompatibel. 52 Wochen sind nur 364 Tage und das Jahr hat 365,24 (Schaltjahre!). Deshalb erscheint die Nummer 1 der c't des Folgejahres jedes Jahr mindestens 1 Tag früher.

Das offizielle Erscheinungsdatum der Nr. 2/2012 ist der 02.01.2012. Abonnenten haben sie schon heute im Briefkasten.
 

 
. Der Zeit voraus
Gefahren in freien Funknetzen (Hotspots)
´Ndrangheta
Bekämpfung der Cybercrime verschlafen
die datenschleuder #95
Trends 2012
 

Der Heise-Verlag baut vor: In einer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, seine Leser immer früher auf dem Laufenden zu halten. Heft 1/2027 wird bereits am 30.11.2026 erscheinen, Heft 1/2051 schon am 30.10.2050. Ein halbes Jahr Vorlauf bekommen Sie am 30.06.2149, wenn das Heft 1/2150 erscheint. Am 31.12.2294 erscheint Heft 1/2296 ein ganzes Jahr zu früh.


Einige der wichtigsten Artikel aus der werden auch online veröffentlicht.

Ronald Eikenberg und Jürgen Schmidt beschäftigen sich mit Hotspots, also mit öffentlichen Zugängen zu Funknetzen in Flughäfen und anderen öffentlichen Räumen. Sie bieten besonders gute Gelegenheiten zum Ausforschen des Datenverkehrs und das besonders dann, wenn der Angreifer den Hotspot selber betreibt. Ein einfaches Smartphone mit der passenden App genügt, um etwa den Facebook-Account zu kapern.

Ronald Eikenberg, Jürgen Schmidt, Die Hotspot-Falle. Gefahren in öffentlichen Funknetzen, c't 1/2012
  

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Soziale Netzwerke, islamistische Gewalt und die Mafia scheinen die wesentlichen Themen zu sein, wenn es um moderne Kriminalität geht. Wo bleibt die analystische Auseinandersetzung mit der Cybercrime?

Anfang Dezember 2011 fand die diesjährige Herbsttagung des BKA statt: 60 Jahre BKA – Im Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit (Links zu den veröffentlichten Beiträgen).
kommentierte Literaturauswahl.

Einen umfangreichen und wichtigen Wortbeitrag über die Aktivitäten der Mafia hierzulande lieferte der Spiegel-Redakteur Andreas Ulrich:
Andreas Ulrich, Die ´Ndrangheta in Deutschland, BKA 06.12.2011.

Ein Leckerbissen ist auch der Beitrag von Ottmar Breidling:
Ottmar Breidling, EG Zeit – die Sauerland-Terroristen, BKA 30.11.2011.

Das Bundeskriminalamt hat eine wichtige strategische Bedeutung. Es muss die Entwicklungen der Erscheinungsformen der Kriminalität analysieren, bewerten und Gegenmaßnahmen entwickeln. Dazu gehören auch die Themen (italienische) Mafia und islamistischer Terrorismus, ohne Frage.

Bislang verschlafen hat das BKA die Betrachtung und Bekämpfung der Cybercrime. Ich kenne einige der Beamten, die in diesem Feld tätig sind, und ich bin weit davon entfernt, ihnen irgendeinen Vorwurf zu machen. Aber: Strategische Analysen zur Cybercrime sind zuletzt 2007 veröffentlicht worden ( Herbsttagung 2007: Tatort Internet - Eine globale Herausforderung für die Innere Sicherheit). Sie haben eher den rechtlichen Status Quo beleuchtet
Wolfgang Bär, Strafrecht in der digitalen Welt, BKA 21.11.2007,
Online-Spiele und Soziale Netzwerke
Thomas Bliesener, Digitale Welten und ihre Opfer, BKA 19.11.2007
und die Gefahren des Radikalismus.

Eine Auseinandersetzung mit Schurken-Providern, Carding-Boards, betrügerischen Massenerscheinungen und den Gefahren für Infrastrukturtechnologien fehlt bislang - schmerzhaft.

Die Lücke hätte die Arbeitsgruppe Identitätsschutz im Internet - a-i3.org - schließen wollen und können. Aber dort ist auch seit ein paar Jahren relative Funkstille.

Hilfreiches Material gibt es fast nur noch bei kritischen Quellen ( scribd.com).

Bin ich denn der einzige, der sich in dem Spannungsfeld zwischen kriminalistischer Analyse und dem Recht der Cybercrime bewegt? Manchmal scheint's den Eindruck zu machen.
 

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Pünktlich zum diesjährigen -Event zwischen den Jahren ist das wissenschaftliche fachblatt für datenreisende (nach knapp 15 Monaten) mit der 95sten Ausgabe erschienen:
die datenschleuder #95, ccc 19.12.2011

Auch die kleinen Gags bereiten Spaß: "Wirkstoff: Dihydrogenmonoxid", also H2O, "gegen Überwachungsangst und ratio", so muss das sein.
 
Einen lesenswerten geschichtlichen Überblick und die Grundsätze der Hackerethik bringt ex10dead: Die universellen Maschinen verantworten <S. 20>. Der Autor bemüht sich um die gute Hackerethik und hebt die persönlichen Freiheitsrechte hervor, für die es einzutreten gilt. Die Widersprüche zwischen dem Hacking und seinen kriminellen und gewerblichen Erscheinungsformen kann er auch nicht auflösen.

Weitere Schwerpunkte bilden die Gesundheitsdaten am Beispiel der Vernetzung psychotherapeutischer Praxen mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV-SafeNet), die Netzneutralität und das Mobbing im Netz.

Die ewigen Wiederholungen bei gleichbleibender Betroffenheit haben auch etwas Beruhigendes: Ja, es gibt sie noch!
 

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Der Report von benennt die Gefahren für 2012:

Mobile Geräte (Smartphones und Tablet-Computer); Angriffe mit Malware

Gezielte Angriffe; vor allem Spionage

Großereignisse; mögliche "Targattacks" gegen die Veranstalter

Banking-Trojaner
Das BKA meldete für 2010 insgesamt 5.331 Fälle mit einer Schadenssumme von €21,2 Millionen, wobei jedoch außerdem von einer großen Dunkelziffer auszugehen ist, da dem BKA „lediglich ungefähr 40% der tatsächlichen Fälle bekannt werden".

Virtuelle Währungen; Einsatz von Botnetzen, um z.B. Bitcoins zu errechnen.

Internetfähige Unterhaltungselektronik (Smart-TVs und Konsolen); Malware

Groß überraschend ist das nicht, aber klar zusammen gefasst:

G Data: Trends 2012, 20.12.2011
  

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© Dieter Kochheim, 04.01.2012