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Juli 2008
Telekommunikation, Internet 31.07.2008 Telekommunikation, Internet
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Die Nutzung der Mobiltelefonie schreitet weltweit voran und das auch bei den Bevölkerungsteilen, die täglich mit weniger als einem Dollar überleben müssen.

Für sie besteht eine Alternative zur hoffnungslosen Verschuldung darin, mit vertrauten Personen das Beeping zu vereinbaren: Einmal Klingeln heißt zum Beispiel "ich komme jetzt nach Hause", zweimal Klingeln "es, dauert heute länger, Schatz", und dreimal "ruf bitte zurück". Diese Klingelzeichen-Kommunikation soll in weiten Teilen Afrikas praktiziert werden. Zum Leidwesen der Telefongesellschaften, denen dadurch erhebliche Einnahmen durch die Lappen gehen (1). Geschicktes Beeping kann wie das Morsen verwendet werden.
 

 
Armut schafft auch neue Dienste, wirtschaftliche Strategien und Schattenwirtschaften:

So werden Mobiltelefone in Bangladesh, Uganda und Südafrika jetzt auch zu Bankdiensten genutzt - Wizzit heißt ein solcher neuer, erfolgreicher Dienst in Südafrika: Arme Südafrikaner, die mangels Kreditwürdigkeit bei gewöhnlichen Banken kein Konto besitzen, können mit einer Wizzit-Registrierung Geldbeträge per Handy überweisen (2).

Der Dienst soll auch für die Bezahlgeschäfte im täglichen Leben äußerst beliebt sein.
 

zurück zum Verweis Anmerkungen
 


(1) Peter Mühlbauer, Billige Buschtrommel, Telepolis 31.07.2008;
unter Verweis auf Jonathan Donner, The Rules of Beeping: Exchanging Messages Via Intentional "Missed Calls" on Mobile Phones, InterScience 17.12.2007

(2) Bettina Stang, Entwicklungsmotor Handy, Telepolis 04.10.2007
 

 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009