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Januar 2009
14.01.2009 Nutzerverhalten
15.01.2009 Security
zurück zum Verweis zur nächsten Überschrift Bildungsmedium Internet vergessene Verfahren
 
Hochschulreife 91 %
Mittlere Reife 78 %
Hauptschule und Berufsausb. 48 %
Hauptschule ohne Berufsausb. 29 %



 
Insgesamt vier verschiedene Wege fanden Pasini und Vuagnoux heraus, Daten aus den elektromagnetischen Abstrahlungen herzuleiten. ... Das Beispiel zeigt aber, dass eigentlich als "gefixt" geltende Sicherheitslücken auch Jahre später noch auf die ein oder andere Art und Weise auftauchen können, an die man einst gar nicht gedacht hätte.

Für Sicherheitsexperten heißt das, dass ihre Arbeit doppelt schwer ist – sie brauchen nicht nur Kenntnisse in aktuellen Angriffstechniken, sondern müssen auch wissen, was man früher alles tat, denn es könnte ja abgewandelt wieder auftauchen. Neulich erzählte mir ein Experte zum Thema Sicherheit von Schlössern (den physischen, nicht den elektronischen), dass bei einigen Herstellern inzwischen allerlei Wissen verloren ginge, weil ältere Standardwerke nicht nachgedruckt würden. Deshalb könne es passieren, dass man mechanische Fehler mache, die bereits vor 20 Jahren ausgemerzt worden seien. In der (deutlich komplexeren) IT ist das sicher nicht anders. (2)
 


 
Je höher die formale Ausbildungsqualifikation ist, desto mehr der Absolventen nutzen das Internet. Das ist das Ergebnis einer Studie, die BITKOM jetzt vorgestellt hat (1).

Die links (oben) angegeben Zahlen betreffen allein die Zugangsnutzung, nicht auch die Art und Qualität der Nutzung. Sie können nur die Bereitschaft verschiedener Bevölkerungsgruppen anzeigen, das Internet zu nutzen, jedoch nicht, zu welchen Zwecken und mit welcher Intensität.

Sie spiegeln eine banale Aussage: Je mehr zu Ausbildungszwecken die Nutzung des Internets verlangt wird, desto mehr wird es auch genutzt. Sie ist nicht aussagekräftiger als "alles Leben ist sterblich".

Nicht interessanter sind die weiteren Aussagen der Studie, wonach im Allgemeinen zwei Drittel der Bürger das Internet (irgendwie) nutzen und dass bei älteren Mitbürgern die Neigung dazu zurück geht.

Banal.
 

 
Ben Schwan erinnert in daran, dass als veraltet geglaubte Sicherheitslücken ein neues Leben finden können, wenn Angreifer alte Methoden wieder entdecken, die ihre Opfer längst wieder vergessen haben (2). Er beginnt mit dem Problem der Abstrahlung, das jetzt reaktiviert wurde, und leitet zur klassischen Einbruchstechnik über (3). Das macht er so gut, dass er ein Großzitat provoziert ( links unten).

Sorry!

Auch die Nummertricks werden in abgewandelter Form wieder in Erscheinung treten.
 

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(1) Umfrageergebnis: Höher Gebildete nutzen bevorzugt das Internet, tecchannel 13.01.2009
 

 
(2)  Ben Schwan, Neue, alte IT-Einfallstore, Technology Review 13.01.2009

(3) siehe auch Eschbach, Der Nobelpreis (Zitate)
 

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© Dieter Kochheim, 05.09.2010