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März 2009
06.03.2009 Kriminalität
08.03.2009 Waffenhandel
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Das erste Opfer der Computertechnik war eine Motte. Die Protokollbuch-Seite mit der Motte liegt heute im Marinemuseum in Dahlgren, Virginia. (1)

Später folgten Menschenopfer.
 

 
Eine fast unglaubliche Geschichte erzählt Jens Berger über den russischen Waffenhändler Viktor Bout, der in seinen Bestzeiten weltweit alle bekannten Kriegsparteien mit seinen 60 Flugzeugen und seinen 300 gut bezahlten Piloten mit Waffen beliefert und als Bezahlung alles akzeptiert haben soll, was sich zu Geld machen ließ (2). Die amerikanische Anti-Drogenbehörde stellte ihm am 08.03.2008 in Bangkok eine Falle und seither befindet sich Bout in Thailand in Haft.

Der Vorwurf gegen ihn lautet "Verschwörung zur materiellen Ausstattung von terroristischen Organisationen". Ihm wurde allerdings immer noch kein Prozess gemacht, da die Amerikaner bis dato noch keine Beweise vorlegen konnten.

Über die Aussage dieses Zitats rege ich mich auf - und über die Scheinheiligkeit der US-amerikanischen Behörden. Wenn ein anderer Staat um die Auslieferung eines gesuchten Straftäters aus den USA ersucht, verlangen die USA die Vorlage aussagekräftiger Beweise binnen kurzer Fristen und mit strengen Formanforderungen. Unter diesen Voraussetzungen wäre Bout, hätte man ihn in den USA festgenommen, seit zehn Monaten wieder auf freiem Fuß (und abgeschoben worden).
 

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(1) Peter Glaser, Der ewige Fehler, Technology Review 06.03.2009
 

 
(2) Jens Berger, Waffen für die Welt, Telepolis 08.03.2009
 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009