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Baxter
08.02.2009 Baxter
     
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Die Zeitschiffe
Anti-Eis
Evolution
Das Web
 
NASA
  Mission Ares. Titan
 
Xeelee
  Das Geflecht der Unendlichkeit
  Schwarze und Wurmlöcher
  Das Floß
  Flux
  Ring
  Vakuum Diagramme
  Der Orden
  Sternenkinder
  Transzendenz
 
Das Multiversum
  Zeit, Raum, Ursprung
 
Die Zeit-Verschwörung
  Imperator. Eroberer
  Navigator. Diktator
 
Arthur C. Clarke als Koautor
  Das Licht ferner Tage
 
Zeit-Odyssee
  Die Zeit-Odyssee
  Sonnensturm
  Wächter

Fazit
 

 
Seit 1995 ist Stephen Baxter (1)  hauptberuflich als Autor tätig. Seine Science Fiction-Werke zeichnen sich dadurch aus, dass er wissenschaftliche Spekulationen in seine Romane einbaut und seine fundierten Ideen auch in ihren Details ausbreitet. Seine naturwissenschaftliche Ausbildung kommt ihm sowohl bei der Suche nach neuen Theorien zu statten, die sich literarisch verarbeiten lassen, wie auch bei der Ausgestaltung im einzelnen. Baxter schafft es immer besser, seinen Figuren Leben einzuhauchen und sie in Umgebungen handeln zu lassen, die zwar spekulativ sind, jedenfalls aber wegen ihrer Grundlagen Hand und Fuß haben.

Baxter ist immer für Überraschungen gut und macht mir besonderen Spaß am Lesen, wenn er physikalische oder biologische Theorien zum Leben erweckt. Das hat er wegen Raum- und Zeitreisen geschafft sowie wegen der menschlichen Stammesgeschichte und dem Schwarmverhalten.

Zusammen mit dem 2008 verstorbenen Arthur C. Clarke (2), seinerseits Urgestein und Altmeister der SF-Literatur, schrieb er den Zeit-Odyssee-Zyklus, dem jedenfalls noch ein abschließender Band fehlt.

Baxters Frühwerke sind noch Einzelstücke, die mit mit den klassischen Methoden der Science Fiktion experimentieren. Sie münden in den NASA-Zyklus, mit dem Baxter vor allem sein raumfahrttechnisches Wissen und seine Kenntnisse über raumfahrtindustrielle Prozesse unter Beweis stellt.
 

 
Die Zyklen sind Baxters besondere Stärke und der komplette Xeelee-Zyklus ist bislang sein Meisterwerk mit den besten Einzelstücken.

Baxters Basiskompetenz betrifft die Naturwissenschaften und die Technik. Ihm ist hoch anzurechnen, dass er zwei weitere Fachbereiche tief durchdrungen und in sein Werk eingebunden hat: Die Evolutionsbiologie und die Geschichte. Aus dieser Kombination weiß er widerspruchsfreie Perspektiven zu entwickeln und mit seinen Helden und Verlierern zu spannenden Geschichten zu füllen.

Dass ihm nicht immer alles gelingt, ist der Nachsicht geschuldet.

04.10.2009: Die letzten Flut passt nicht in das gewohnte Werk von Baxter. Ihr fehlen die Visionen, die er sonst immer wieder gezeigt hat. Das Buch ist gut geschrieben, hat aber Längen und führt zu Langeweile.
 

 

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Mit den Zeitschiffen ( (3), 1995) knüpft Baxter an den Klassiker von Wells an, die Zeitmaschine (4). Sein namenloser Held aus dem neunzehnten Jahrhundert unternimmt seine zweite Reise in eine Zukunft, in der die Morlocks ein Sternenreich gegründet haben. Dort muss er sich mit technologischen Großprojekten wie eine Dyson-Sphäre und der Raumfahrt als solches auseinander setzen. Sein Bild von den wilden Morlocks wandelt sich in dem Maße, wie er sie nach und nach versteht.

Die Zeitschiffe sind das erste Buch von Baxter, das mir in die Hände fiel. Es begeisterte mich nicht nur deshalb, weil er an Wells Zeitmaschine anknüpft, sondern weil er sich die Mühe macht, spekulative Techniken und naturwissenschaftliche Theorien lebendig werden zu lassen. Damit war er 1995 noch ziemlich einzigartig. Andere Autoren widmeten sich seinerzeit dunklen und martialischen After-Doomsday-Vorstellungen mit wenigen Perspektiven. Davon hob sich sein frühes Werk deutlich und angenehm ab.
 

 
Im "Anti-Eis" von 1993 (5) beschreibt Baxter eine Parallelwelt, in der die technologische Entwicklung im 19. Jahrhundert dadurch extreme Fortschritte gemacht hat, dass als Energieträger eine Substanz verwendet werden kann, die nicht sprichwörtlich, sondern tatsächlich vom Himmel gefallen ist, eben das Anti-Eis. Bei Minusgraden ist es absolut ungefährlich, wird es aber erwärmt, explodiert es mit der Wucht einer thermonuklearen Bombe.

Der Erzählrahmen ist gut gewählt und Baxter füllt ihn mit einer netten Abenteuergeschichte, ohne allerdings an Karl Amery heran zu reichen. Das ist bei einem so frühen Werk auch nicht zu erwarten gewesen.
 


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Ebenfalls an den Anfang stelle ich ein Buch von Baxter, das viel später erschienen ist (2004) und das den Subzyklus "Kinder des Schicksals" einleitet: "Evolution" (7).

Der schlichte Titel ist Programm. Baxter zeichnet die menschliche Evolution nach und entführt uns kenntnisreich in die Vergangenheit. Er erzählt zum Beispiel von intelligenten, paarweise und mit Waffen jagenden Sauriern und Zeppelin-artigen Riesenviechern, die nur am oberen Rand der Atmosphäre und zur Paarung auf den Berggipfeln des Himalayas überleben können.

"Evolution" ist ein Roman und gleichzeitig ein Sachbuch, womit Baxter als Erzähler und Wissensvermittler seine Stärken ausspielt. Die Leichtigkeit, mit der er unsere biologischen Vorgänger und ausgestorbenen Wesen zu Leben erweckt, lässt die Vorbereitung dieses Buches erahnen. Eine solche Souveränität hat nur der Autor, der sich intensiv mit der Stammesgeschichte und ihren Sackgassen beschäftigt hat.

Baxter baut mit dem Buch quasi ein zweites wissenschaftliches Standbein auf. Seine klassischen Themen sind die Technik und die Physik. Er erweitert sein Betrachtungsfeld auf die Biologie und bereitet damit seine These von menschlichen Schwärmen vor, die er im Xeelee-Zyklus mehrfach anspricht.
 

 
The Web ist eine Serie von 12 Jugendbüchern, Kurzromanen rund ums Internet der Zukunft, geschrieben von bekannten SF-, Fantasy- und Horror-Autoren wie Stephen Baxter, Stephen Bowkett, Eric Brown, Pat Cadigan, Maggie Furey, Peter F. Hamilton, Graham Joyce, James Lovegrove und Ken MacLeod. (8)

Auf Deutsch sind jedoch bei Bastei-Lübbe nur die ersten sechs Teile erschienen (9), die von Baxter eingeleitet werden. Sie befassen sich mit Virtuellen Spinnen als Kontrollsysteme, Computerviren aus denen sich bewusste Lebensformen entwickelt haben, digitale Schatten von Personen mit denen man interagieren kann, als wären es echte Menschen und etliches mehr ...
Durch alle Geschichten zieht sich ... der Kampf gegen eine uralte Frau die versucht über das Web unsterblich zu werden. ...
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The Web ist nett, geht aber mit den Möglichkeiten und Entwicklungen des Internets zu märchenhaft und verspielt um, eher so wie der Film Tron von Disney (11).

Die Edition des Verlages ist schlampig, außer reißerischen Worten wird nichts über seinen Ursprung und seinen Inhalt mitgeteilt, Angaben über die Autoren oder ein Inhaltsverzeichnis sucht man vergebens.

Außerdem mag ich es nicht, wenn das Werk nicht vollständig veröffentlicht wird.
  

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Mit mehr konventionellen technischen Fragen setzt sich Baxter in den beiden hier gezeigten Romanen von 1996 und 1997 auseinander. Sie werden von der der "NASA-Trilogie" zugerechnet, wobei der dritte Band bislang nicht in deutscher Sprache erschienen ist (12). Mit diesen beiden Büchern setzt Baxter die Ingenieurs-Tradition in der SF fort, die nicht nur das Abenteuer der Raumfahrt anspricht, sondern auch, wie ihre Technik gemeistert und organisiert werden muss.

In der "Mission Ares" (13) nimmt die Zeit seit 1963 einen anderen Verlauf, als wir es in Erinnerung und aufgezeichnet haben. Kennedy überlebt das Attentat von 1963 und seine Vision wird nicht die Mondlandung, sondern die bemannte Mission zum Mars.

Baxter beschreibt das Projekt, seine Probleme und die Widrigkeiten, die ständig sein Scheitern auslösen können. 1986 landete dann die erste Frau auf dem Mars.

Seine Stärken sind seine Nähe zum Projekt, sein Gespür dafür, wie industrielle Zusammenarbeit praktiziert und kontrolliert werden muss. Dadurch entwickelt Baxter nicht nur die "missionarische" Vision vom Marsflug, sondern lässt den Leser auch daran teilhaben, ein solches Projekt zu planen und umzusetzen.

Das ist ihm gut gelungen.
 

 
"Titan" (14) spielt in einer wenig optimistischen Umgebung. In dem Roman entdeckt die Raumsonde Cassini 2004 die Spuren primitiven Lebens auf dem Saturnmond Titan. Für ein richtiges Erkundungsprogramm fehlen aber die Mittel.

Somit entschließt sich die NASA, den Raum-Shuttle Diskovery zu überarbeiten und mit ihm eine Reise zum Saturn zu unternehmen. Für die beteiligten Astronauten steht fest, dass es eine Reise ohne Wiederkehr wird, spätestens dann, als während ihrer Reise auf der Erde eine Katastrophe ausbricht. Sie kämpfen mit der Strahlung und der Kälte im Weltraum mit veraltetem Gerät. Eine Astronautin überlebt ihre Kollegen und stirbt schließlich auch. In einer späten Zukunft wird sie wieder zu Leben erweckt - von den Wesen vom Titan, die inzwischen ihre eigene Evolution durchgemacht haben.

Der Schluss des Romans hebt sich von der kühlen Sachlichkeit im übrigen ab. Diese Art von überraschenden Ausblicken unternimmt Baxter in seinen jüngeren Werken immer 'mal wieder, ohne ihnen zu viel Raum zu geben.

Seinen Schwerpunkt setzt Baxter jedoch bei der Frage, ob und wie mit der Technik aus den achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts eine Mission zum Saturn gemacht werden kann. Seine überraschende Antwort ist tatsächlich die, dass sie machbar ist und jederzeit scheitern könnte.

Die Stärken beider Romane sind Baxters Kenntnisse über technische Großprojekte, die es ihm erlauben, allein aus den Projekten und ihrer Verwirklichung Spannung zu saugen.
 

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Ausschnitt aus dem Cover von "Das Floß"

 
Der Xeelee-Zyklus umfasst inzwischen 8 Bände. Er besteht eigentlich aus den Zyklen "Xeelee" und "Kinder des Schicksals", die jedoch so eng miteinander verwoben sind, dass ich sie als einen Zyklus betrachte. Mehrere Bücher widmen sich dem Hauptstrang der Geschichte, andere mehr den Nebenaspekten, die sie fein verästelt nachvollziehen.

Die Xeelee sind übermächtig. Gegenüber den räuberischen (kolonialistischen) Alien-Völkern, die Baxter uns im Verlauf des Zyklus' vorstellt und von denen sich die Menschheit dann doch irgendwie befreien kann, sind die Xeelee eine wirklich harte Nuss. Sie beherrschen alle Techniken, die die Relativitäts- und die Quantentheorie in Aussicht stellen. Sie bekämpfen die Menschheit, aber eher ohne Ambitionen und so, wie man ein lästiges Insekt verscheucht. Sowohl im "Ring" wie auch in den "Sternenkindern" lüpft Baxter den Vorhang und lässt den Blick frei auf einen universellen Krieg, dessen Gewinn die Xeelee ihrerseits aufgegeben haben. Sie sind auf der Flucht und verlassen unser Universum.

Der Xeelee-Zyklus ist bislang Baxters Hauptwerk. Die einzelnen Bücher markieren und zeigen seine Fortentwicklung. Eher klassische Motive, wie sie noch für die "Zeitschiffe" prägend waren, stehen am Anfang und werden abgelöst von immer feinsinnigeren Gedankengebäuden, in denen er seine Figuren handeln lässt.
 

 
Die Menschheit kann dabei Achtungserfolge verbuchen, aber dem großen Konzept der Xeelee, dem Ring zur Flucht aus dem Universum, nichts entgegen setzen. Die Menschen führen ihren Gegnern schmerzhafte Verluste bei und erben schließlich nur den Gegner, vor dem auch die Xeelee scheiterten: Die photionischen Vögel, bestehend aus Dunkler Materie, die das baryonische Universum vernichten und solchen materiellen Wesen wie den Menschen keinen Raum lassen.

Baxter nutzt dieses Szenario dazu, naturwissenschaftliche Perspektiven zu entwickeln und seine meistens verzweifelten Helden zu führen. Er schafft es dabei, beim Rahmen gedanklich ehrlich zu bleiben und gute Geschichten zu erzählen.

Der Xeelee-Zyklus ist zugleich eine Entwicklungsgeschichte durch die modernen physikalischen Theoriengebäude. Baxter setzt sich intensiv mit der Frage auseinander, welche Perspektiven die moderne Physik und Kosmologie für die Raumfahrt und die Besiedlung der Galaxis eröffnen. Dazu greift er solche Modelle auf, die durchaus ernsthaft diskutiert werden, auch wenn ihre Realisierung weit von den heute gebräuchlichen und beherrschten Technologien entfernt ist.
 

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Der zweite Roman aus der frühen Phase des Zyklus', "Das Geflecht der Unendlichkeit" (15), beschreibt die nächsten Jahrtausende der Menschheitsgeschichte und vor allem die Unterdrückung der Menschen durch außerirdische Besatzer, die über Raumfahrttechnologien verfügen, die die Menschen kaum verstehen geschweige denn beherrschen. Zunächst die Squeem und dann die Qax verhalten sich wie Kolonialherren, die mit verhaltener Gewalt ihre Herrschaft durchsetzen.

Über zwei exotische Technologien verfügen jedoch auch die Menschen.

Zum einen ist das der GUT-Antrieb. Das Kürzel steht für "Grand Unification Theory" (16). Sie hat sich zum Ziel gesetzt, drei der vier physikalischen Grundkräfte aus einer einheitlichen Theorie abzuleiten. Am meisten verweigert sich der Vereinheitlichung die Gravitation, die von der GUT ausgespart wird. Baxter folgert aus der GUT eine "Superkraft", die er für eine klassische Antriebstechnik nutzt und die relativistische Geschwindigkeiten ermöglichen könnte, also eine solche in der Nähe der Lichtgeschwindigkeit.

Die große Vereinheitlichung kennzeichnet eine Diskussion, die sich um die Verbindung der beiden gesicherten, aber unvereinbaren Gedankengebäude für "das Große" - also die Welt, wie wir sie sinnlich wahrnehmen und die von der Relativitätstheorie beschrieben wird - und "das Kleine" bemüht, dem Gegenstand der Quantentheorie. Die fachlichen Diskussionen darüber dauern bis heute an (16a).
 

 
Die zweite exotische Technologie sind Wurmlöcher, wie sie von Thorne als prinzipiell möglich beschrieben wurden (17). Sie verbinden zwei weit entfernte Raumpunkte miteinander, so dass sie als Transportmittel ohne die Geschwindigkeitsbegrenzung durch die Lichtgeschwindigkeit im Normalraum genutzt werden könnten. Sie setzen jedoch eine exotische Materie mit einer ganz besonderen Reißfestigkeit voraus, für deren Vorhandensein bislang nichts spricht.

Die Reise durch ein Wurmloch ist immer auch eine Reise durch die Zeit, weil es nicht nur die Wegstrecke, sondern auch die Reisedauer auf Augenblicke verkürzt.

Bei Baxter funktioniert das so, dass das eine Ende des Wurmlochs fest am Startpunkt verankert und das andere von einem (GUT-) Raumschiff ins Schlepptau genommen wird. An seinem Ziel (in einem anderen Sonnensystem) angekommen, wird auch das andere Ende fest verankert. Darauf kann das Wurmloch zurück zum Startpunkt und zum Startzeitpunkt benutzt werden.

Wurmlöcher würden sich auch als Nur-Zeitmaschinen nutzen lassen, wenn das angekoppelte Raumschiff eine Rundreise unternimmt und das zweite Ende in die Nähe des anderen zurück bringt. Je nach dem, welches Einstiegsloch man dann benutzt, kommt man dann beim anderen in der Vergangenheit oder in der Zukunft heraus. Bei Baxter sind das immerhin 1.500 Jahre Unterschied.


Das Wurmlochkonzept
bei Thorne (17) [S. 554]
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Kip S. Thorne half Carl Sagan dabei, ein schlüssiges Konzept für Raumreisen per Wurmlöcher zu entwickeln. Sagan setzte es dann 1986 in seinem Roman "Contact" ein (18).

Auf Thornes Überlegungen greift auch Baxter zurück und entwickelt sie zu einer lebhaften Geschichte.

Erst ein Jahr später hat Thorne sein begeisterndes Buch über Schwarze Löcher veröffentlicht, an dessen Schluss er auch seine spekulativen Überlegungen über Wurmlöcher und Zeitreisen stellt. Für einen angesehenen Wissenschaftler war das sehr mutig. Herausgekommen ist ein spannendes Sachbuch mit faszinierenden Ausflügen in das Universum.

Thornes Spekulationen haben sich zum Teil schon bestätigt. So wurde das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße erst in den letzten Jahren anhand des Umlaufs naher Sterne nachgewiesen und wegen seiner Größe bestimmt (19).


 
Die literarischen und fachlichen Auseinandersetzungen um Schwarze Löcher und Wurmlöcher markieren eine spannende Zeit (19a), in der sich vor allem auch Wissenschaftler mit populär geschriebenen Sachbüchern geäußert haben.

Dabei ist an erster Stelle Stephen Hawking und "Eine kurze Geschichte der Zeit" zu nennen (20). Er hat mit seinem Buch den damaligen Stand der theoretischen Physik und Kosmologie zusammen gefasst und einem breiten Publikum eröffnet. Damit hat er eine Tradition wieder aufgenommen, die zum Beispiel auch Einstein und Asimov gepflegt hatten, und ein wichtiges Gegengewicht zu obskuren Sensationsautoren gesetzt.

Neben Thorne haben sich auch andere Wissenschaftler dem Thema Wurmlöcher gewidmet. Stellvertretend sei Paul Halpern genannt: "Wurmlöcher im Kosmos" (21).

Die Verdienste von Sagan und vor allem von Baxter bestehen darin, dass sie die spekulativen Konzepte mit Handlung und Leben erfüllt haben. Sie schafften damit eine neue Form der "harten" Science Fiction, die neue Weltentwürfe ohne haltlose Annahmen möglich macht.
  

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"Das Floß" (22) bildet den Auftakt des Zyklus' und entführt uns in ein Universum, in dem die Schwerkraft eine Milliarde Mal stärker ist als in unserem. In dem schon der menschliche Körper eine meßbare Gravitation hat. In dem Sonnen nur ein paar Kilometer durchmessen und bereits ein Jahr nach ihrer Entstehung ausgebrannt sind.

Das Buch ist Baxters Antwort auf die in den Siebziger und Achtziger Jahren angestellten Überlegungen über das Maß der Naturkonstanten, ihre zahlenmäßigen Verhältnisse zueinander und damit verbunden über das Anthropische Prinzip (23). Bei ihm handelt es sich nicht um eine Theorie, sondern - wie Ockhams Skalpell (24) - um eine Methode, um eine Theorie auf ihre Tauglichkeit zu prüfen.

In seiner schwachen Ausprägung führt es zu der Frage, wie die Naturgesetze und -konstanten beschaffen sein müssen, um intelligentes Leben nach dem Vorbild der Menschen überhaupt zu ermöglichen. Sie schließt alle Parameter aus, die lebens- und intelligenzfeindlich sind.

Seine starke und weniger taugliche Version fragt, wie sie beschaffen sein müssen, um zwangsläufig Menschen hervorzubringen. Immer noch lesenswert in diesem Zusammenhang ist Reinhard Breuer (25).

Baxters Helden führen ein hartes Leben unter Lebensumständen, die er feinsinnig schildert. Erst wenn man die weitere Entwicklung des Zyklus' kennt, bekommt man eine Ahnung davon, dass es sich um die Nachfahren von Menschen handelt, die durch den Ring der Xeelee in ein paralleles Universum gelangt waren.

Ein guter Auftakt.
 

 
"Flux" (26) entführt uns in eine noch exotischer anmutende Umgebung, auf die Oberfläche eines Neutronensterns. Die Wesen, die hier leben, stammen von den Menschen ab, sind aber mikroskopisch klein. Sie kämpfen mit einer Schwerkraft, die milliardenfach stärker ist als auf der Erde, gegen harte Strahlung, gegen ihre Artgenossen und nicht zuletzt gegen Fressfeinde. Schließlich greifen die Xeelee an und die Helden erinnern sich langsam daran, dass ihnen im Krieg der Menschen gegen die Überwesen ein Auftrag mitgegeben wurde.

Die von Baxter beschriebenen Lebensumstände reflektieren ebenfalls eine wissenschaftliche Diskussion, die in den Siebziger und Achtziger Jahren stattfand und die Neutronensterne (27) (auch: Pulsare) betrifft.

Subrahmanyan Chandrasekhar (28) hatte bereits in den Dreißiger Jahren errechnet, dass Sonnen, die ihren Brennstoff aufgezehrt haben und größer als die 1,4-fache Masse unserer Sonne sind, nicht zu einem Weißen Zwerg zusammenfallen. Die Schwerkraft drückt die Elektronen in die Atomkerne hinein, so dass die verbleibende Masse zu einer kleinen kompakten Kugel (10 bis 20 Kilometer im Durchmesser) aus Neutronen zusammen gepresst wird (sehr anschaulich: Kippenhahn (29), S. 212 f.). Hat der sterbende Stern noch eine Masse von dem Achtfachen der Sonnenmasse, stürzt er zu einem Schwarzen Loch (30) zusammen.

Schwarze Löcher sind im Sachbuch-Genre zunächst ein Tabu-Thema gewesen. Kippenhahn, ein anerkannter Wissenschaftler und begnadeter Sachbuchautor, spricht sie noch 1980 sehr zurückhaltend an [auch (29), S. 218]. Asimov machte sie hingegen schon 1977 zur Buchüberschrift und führte feinfühlig und gekonnt in das Thema ein (31). Erst ein paar Jahre später (und mit wachsenden Kenntnissen) wurden sie hoffähig [sehr ausführlich: Greenstein (32)].
 


(29)
 

(31)
 
 

(32)
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(33)
 
  

(35) 

 
Mit dem Geflecht der Unendlichkeit hat Baxter in den ewigen Krieg zwischen den Menschen und den Xeelee eingeführt. Der "Ring" (33) vollführt einen Sprung fünf Millionen Jahre in die Zukunft. Die Sonne ist längst ein Roter Riese geworden, der die inneren Planeten samt der Erde längst verschlungen hat. Von der Menschheit ist keine Spur mehr aufzufinden. ... Die einzige Hoffnung auf das Überleben der letzten Menschen ist der geheimnisumwitterte »Ring«, eine von einer alten Rasse geschaffene Milliarden Lichtjahre lange Superstring, die ein Tor in ein anderes Universum öffnen könnte.

Von dem Ring sind aber nur noch Fragmente vorhanden, so dass die Helden dessen physikalischen Eigenschaften zu einer gefährlichen Rutschpartie in die Vergangenheit nutzen müssen und am Ende - wahrscheinlich - zur Urbevölkerung des Floßes werden.

Es gibt zwei Ausformungen der Stringtheorie (34), die mikroskopische und die kosmische (35). Auf der Quanteneben versucht sie die Eigenschaften von (inzwischen muss man sagen) subelementaren Teilchen durch geschlossene (Ringe) oder offene Raumstrukturen (Fäden) und ihre Topographie zu beschreiben. Im kosmischen Zusammenhang sollen riesige, ebenfalls geschlossene oder offene Strings die großflächigen Strukturen und astronomisch beobachteten Prozesse bestimmen. Sie wird immer noch erwähnt, auch als Hoffnungsträgerin, ist aber nie so recht aus den Puschen gekommen.
 

 
1992, als Baxter mit dem Xeelee-Zyklus begann, war die Stringtheorie bereits in der Diskussion und ich vermute, dass er seine Vorstellungen über die Xeelee-Technologien von ihr abgeleitet hat. Das gilt besonders für die Kampfraumschiffe der Gegner, deren Flügel er so beschreibt, dass sie sich mandelbrotmäßig in der Raumzeit verbreiten und auflösen.

Das, was Baxter damit auf hohem Stand der wissenschaftlichen Diskussion in seine Erzählungen einfließen ließ, ist wahrlich imposant.

Der Ring ist eine entfernte Region im Universum mit einer großen gravitativen Anziehungskraft.

Auch dafür gibt es eine astronomische Erscheinung, die seit rund 20 Jahren bekannt ist. Es handelt sich um den Großen Attraktor (36) in einer Entfernung von rund 200 Millionen Lichtjahren, der eine Sogwirkung von 10 Billionen Sonnenmassen hat, die auch in Bezug auf die Milchstraße messbar ist. Eine schlüssige Erklärung für dieses Phänomen fehlt bis heute.
 

zurück zum Verweis Vakuum Diagramme Der Orden

 
 
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(38)

 
Die "Vakuum Diagramme" sind ein Episodenroman (37). Wenn man Baxter böse wollte, könnte man sagen, er habe seine Ideenskizzen auf dem Schreibtisch ausgebreitet, sie an der einen oder anderen Stelle nachgefeilt, geordnet und dann als Buch veröffentlicht.

Auch wenn es so wäre, dann ist dabei ein wichtiges und gutes Buch herausgekommen. Baxter schildert Einzelschicksale im Kampf mit den Xeelee, denen die Menschheit eigentlich lästig, aber nicht verhasst ist. Die Menschen stören sie einfach nur bei ihrer Flucht vor den photionischen Gegnern, denen auch sie sich nicht erwehren können.

Selten war eine Materialsammlung eines Autors über die Nebenaspekte seines Universums so erhellend wie Baxters Vakuum Diagramme.

Gut gemacht!

Die "Vakuum Diagramme" schließen den Subzyklus "Zeelee".


 
Mit "Der Orden" eröffnet Baxter einen neuen Erzählstrang (38), den er in sein Xeelee-Universum einflechtet. Es ist das erste Buch aus dem Subzyklus "Kinder des Schicksals".

Während Schätzing ein kollektives Schwarmwesen aus aus einem anderen Evolutionsstamm beschreibt (39), lässt Baxter in einer isolierten Umgebung einen menschlichen Schwarm entstehen, der mit seiner menschlich-kulturellen Umwelt im Kontakt bleibt. Dieses soziale Wesen und seine evolutionsbiologischen Besonderheiten begleitet Baxter seit dem 5. Jahrhundert über die Gegenwart bis in die fiktive Zukunft.

Mit der Evolutionsbiologie hat sich Baxter bereits in der "Evolution" auseinander gesetzt und daraus einen ungewöhnlichen, aber spannenden Roman gemacht. In "Der Orden" beweist Baxter seine sicheren Kenntnisse von der Geschichte und in der Biologie und verknüpft diese Fächer mit einer spannenden, detektivischen Geschichte, die sich über Jahrtausende, vor allem aber über die Vergangenheit erstreckt.

Dafür ist er zu recht gelobt worden (siehe Klappentexte).
 

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Die "Sternenkinder" (40) folgen dem "Orden". Das Buch nimmt dazu auch die Erzählungslinien aus "Das Geflecht der Unendlichkeit", den "Vakuum Diagrammen" und dem "Ring" wieder auf und schildert den Krieg zwischen den Menschen und den Xeelee.

Baxter ist reifer geworden und holt die Spannung weniger aus den großen naturwissenschaftlichen Konzepten, als aus den handelnden Personen und den Details ihrer Umgebung.

Der Roman spielt 25.000 Jahre nach der Emanzipation der Menschen von ihren Besatzern und nach 20.000 Jahre Krieg gegen die Xeelee. Die Umgebung ist die Milchstraße als Ganzes und die entscheidende Schlacht findet in ihrem Zentrum statt, in das sich die Xeelee - jedenfalls in dieser Galaxis - zurück gezogen haben. Mit Kreativität, schlichter Menschenmasse und hohen Verlusten können die Menschen schließlich einen Erfolg verbuchen, der wenigsten die ewigen Gefechte beendet. Ein Sieg ohne lange Perspektive. Die Xeelee ziehen sich zurück.

Die "Sternenkinder" sind auch deshalb so spannend, weil Baxter einerseits die langfristigen Wirkungen von menschlichen Schwärmen beschreibt und immer wieder Unterbrechungen einfügt, in denen er alte Rätsel löst, neue eröffnet und eine eigene Evolutionsgeschichte seit dem Beginn des Universums erzählt.
 

 
Drei zufällige Beispiele belegen das: Auf S. 502 beschreibt Baxter die Phasenübergänge, bei denen sich die vier Grundkräfte bildeten (GUT), ab S. 644 die Entstehung der Xeelee und ab S. 673 führt er die derzeit schlummernden Monaden ein, die das Universum gestaltet und mit der Eigenschaft ausgestattet haben, immer wieder neues Leben hervorzubringen. Das schlägt dann wieder die Brücke zum Anthropischen Prinzip.

Klassische Zyklen enthalten fast immer eine gradlinige Entwicklungsgeschichte, die von Band zu Band fortgesetzt wird. Bei großem Erfolg wird allenfalls noch eine Folge "Wie alles anfing" angeklatscht und dann ist die Geschichte ausgelutscht.

Ganz anders verläuft Baxters Xeelee-Zyklus. Er besteht aus einzelnen Episoden wie "Das Floß" und verbindenden Geschichten wie der "Ring", dessen losen Erzähl-Fäden später ebenfalls zusammen geführt werden ( "Vakuum Diagramme"). Dabei springt Baxter lustig durch die Zeit, fügt an der einen Stelle einen Ankerpunkt ein, den er an ganz anderer Stelle wieder aufnimmt. Dennoch bleibt der Zyklus ein geschlossenes Ganzes, auch wenn er nicht von Anbeginn an als Ganzes geplant gewesen sein kann.

Auch die "Sternenkinder" gehören zu den zusammen fassenden Werken des Zyklus'. Die Unterbrechungen ( links) schaffen eine besondere Atmosphäre, indem sie ausstehende Erklärungen und neue Fragen liefern.
 

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(41)

 
Mit der "Transzendenz" (41) setzt sich Baxter wieder von der Hauptlinie des Zyklus' ab und entwickelt zwei Handlungsstränge. Einer spielt in der nahen Zukunft, nimmt Elemente aus dem "Geflecht der Unendlichkeit" wieder auf und beschäftigt sich hauptsächlich mit der Klimakatastrophe und ihren verheerenden Auswirkungen. Der andere spielt 500.000 Jahre in der Zukunft und beschreibt eine Menschheit, die sich über die Milchstraße ausgedehnt und dabei evolutionsbiologisch differenziert hat (42).

Die philosophisch-theologischen Aspekte des Romans vermag ich nicht zu bewerten.

Die "Transzendenz" nimmt wieder das Thema Zeitreise auf, allerdings in abgewandelter Form. Hier werden keine exotischen Wurmlöcher verwendet, sondern die Lösung von Gödel für die Gravitationsfeldgleichungen von Einstein (43). Die Auseinandersetzung damit führt Baxter an anderen Stellen fort.

Darüber hinaus nimmt Baxter auch die evolutionsbiologischen Aspekte aus der "Evolution" wieder auf.
 

 
Von der "Transzendenz" bin ich nicht so ganz begeistert worden, obgleich es mir Spaß gemacht hat zu lesen, wie Baxter auch in diesem Buch seine alten Ausblicke wieder aufgenommen und eingefügt hat. Das macht er wirklich gut.

Vielleicht lag es an mir, dass nicht der richtige Lesespaß eintrat.

 Der zweite Teil des Zyklus schließt mit einer Kurzgeschichtensammlung ab, die nicht auf Deutsch erschienen ist (44).
 

zurück zum Verweis Multiversum
 

(45)
 
 

(46)
 
 
 

(47)

 
In der Multiversum-Trilogie nimmt Baxter die Viele-Welten-Interpretation der Quantentheorie auf und lässt seine Protagonisten in parallelen Strukturen handeln. Ich habe die drei Bücher ohne Abscheu und mit Spaß gelesen, in Erinnerung sind mir aber nur die vielfältigen Affen und Aggressionen aus dem dritten Teil geblieben.

Irgendwie sind wir nicht zusammen gekommen. Baxter hat gut erzählt, aber meinen Nerv nicht getroffen. Die feinsinnigen Konzepte, die mich am Xeelee-Zyklus begeistert hatten, weil ich mich auch in den theoretischen Konzepten auskannte, die Baxters Visionen zugrunde lagen, fehlten hier. Das theoretische Grundkonzept war mir wohl klar, nicht aber, warum Baxter es in dieser Weise realisiert.

Baxters Grundidee war gut, aber nach meinem Geschmack fehlte der Knall.

Ich bin weit davon entfernt, zu empfehlen, die drei Bücher nicht zu lesen. Vielleicht kann mir irgendwer sagen, wo es bei mir gehakt hat.

Vielleicht lag es ja auch nicht an mir. Dann sei ihm verziehen.
 

 

zurück zum Verweis Die Zeit-Verschwörung. Imperator. Eroberer

 

(48)
 
 

(49)

 
"Die Zeit-Verschwörung" ist ein geschlossener Zyklus, den Baxter auf dem Hintergrund der europäischen und vor allem der britischen Geschichte ansiedelt.

Nirgendwo habe ich so viele spannende Einzelheiten über die Geschichte des Inselstaates gelernt, wie aus den ersten beiden Bänden des Zyklus'.

"Imperator" entführt uns in das vierte Jahrhundert und zur Invasion der Römer (48). Baxters Kunst, mit historischen Stoffen umzugehen, zeigt sich zum Beispiel darin, wie er die römische Kriegstechnik beschreibt (S. 134, 135):

Endlich rückten die Römer vor. Die blanke Schildmauer der vordersten Reihe hatte sich in keilförmige Formationen aufgelöst, die jetzt den Hang herabkamen. Die Römer trugen kurze, schwer aussehende Schwerter mit massiven Griffen, mit denen sie beim Vormarsch auf ihre Schilde trommelten. Und plötzlich verfielen die Römer in den Laufschritt.

Als sie herankamen, prallten ihre Schilde mit einem dumpfen Laut auf britannische Körper. Die Menge der Britannier taumelte zurück, als hätte man ihr einen gewaltigen Faustschlag versetzt. Aus dem Schutz ihrer Schilde stachen die Römer nach den Gesichtern ihrer Feinde und hieben auf Köpfe und Hälse ein. ...

Für Männer, die eine Rüstung trugen, bewegten sie sich mit erstaunlicher Wendigkeit, ... während sie ihr gräuliches Werk verrichteten und auf die Masse britannischen Fleisches vor ihnen einhackten. ... Die Legionäre verrichteten ihre Arbeit effizient, ohne Humor, Freude oder auch nur großes Interesse.
 

 
Den Hintergrund der weiteren Geschichte bildet die Besetzung der Insel und der Bau des Hadrianwalles.

Als bedeutsam für den Zyklus baut Baxter eine Prophezeiung in die Handlung ein, deren Überlieferung und Erfüllung sich dann durch die weiteren Handlungen fortsetzt.

Der "Eroberer" spielt im siebten Jahrhundert (49) und die geschichtlichen Details, die Baxter erzählt, sind noch blutrünstiger als im ersten Band. 200 Jahre zuvor endete die römische Herrschaft und 100 Jahre zuvor war der Großteil der Briten von den Sachsen in die Bretagne verdrängt worden. Die neuen Invasoren sind die Germanen im Süden, die Dänen im mittleren Osten der Insel und die Wikinger im Norden. Sie alle gehen nicht sehr freundlich miteinander um.

Auf diesem Hintergrund bekommt die unter ernsten Schwierigkeiten überlieferte Prophezeiung eine neue Bedeutung, weil sie sich wegen ihrer ersten Aussagen zu erfüllen scheint.

Es wird den Romanhelden immer klarer, dass es sich um eine Nachricht aus der Zukunft handeln muss. Das Zeitmaß der Prophezeiung ist der unregelmäßig erscheinende Halleysche Komet. Sobald sie das erkennen, kommen sie dem Verständnis der Überlieferung näher.

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(50)
 
 

(51)

 
Der dritte Band der Zeit-Verschwörung, "Navigator" (50), führt uns vom 11. bis ins 15. Jahrhundert. Seine Schauplätze sind wiederum die britische Insel und das weitgehend von Mauren besetzte Spanien.

Zu Beginn wird eine weitere Prophezeiung bekannt, die unter anderem von mächtigen Kriegsmaschinen spricht. Baxter lässt sie auch als Wunderwaffen im Krieg der christlich geprägten Herrscher in Europa gegen die von Nordafrika nachdrängenden Mauren entstehen.

Im "Navigator" wird deutlich, dass die alte und die neue Prophezeiung Wirkungen gehabt haben. Sie haben den Zeitablauf, wie er uns geläufig ist, geändert und politische und damit auch wirtschaftliche Gewichte verschoben.

Deutlich wird aber auch, dass mehrere Weber am Teppich der Zeit tätig sind und widerstreitende Interessen verfolgen. Sie nehmen Einfluss auf die Vergangenheit, um ihre Gegenwart zu verändern.

"Navigator" ist ein angenehmes Buch, in dem Baxter sehr gut geschichtliche Tatsachen mit seinen Figuren und seinen Fiktionen verwebt.
 

 
Nicht gefallen hat mir der abschließende vierte Band, "Diktator"   (51). Er führt uns in die Zeit des Zweiten Weltkrieges und sein Schauplatz ist wieder die britische Insel, die teilweise von den Nazi-Truppen besetzt ist.

Baxter breitet Details des Eroberungskrieges und aus dem Alltag der Besatzung aus. Darin ist er auch gut.

Im Verlauf der Geschichte wird deutlich, dass verschiedene Leute daran arbeiten, Gödels Lösungen für die Gravitationsfeldgleichungen von Einstein (52) für Manipulationen in der Vergangenheit zu missbrauchen. Besonders stark daran interessiert sind die Nazis, ohne dass sie die Konsequenzen daraus erkennen, dass sie nämlich damit ihre eigene Existenz und ihre kriegerischen Erfolge zunichte machen.

Das Ende erscheint unfertig und unspektakulär. Nach dem feinsinnig geschriebenen "Navigator" wirkt der "Diktator" zunehmend flach, menschlich kalt und eben unspektakulär.

Damit bin ich nicht zufrieden.
 

zurück zum Verweis Arthur C. Clarke als Koautor Das Licht ferner Tage

 

(54)
 
 

(60)

 
Ein spannendes Gespann: Artur C. Clarke und Stephen Baxter als Koautoren.

Clarke (53) ist bereits zu Lebzeiten eine Legende gewesen. Sein berühmtestes Werk dürfte "2001 - Odyssee im Weltraum" gewesen sein (54), eine am Ende sehr mystische Geschichte, die genial von Kubrick verfilmt wurde (55). Auf Clarke geht aber auch die literarische Erstumsetzung des Weltraumfahrstuhls zurück (56).

Die Idee von einem Weltraumlift (57) stammt bereits von Konstantin Ziolkowsky im Jahr 1895 und ist in verschiedenen Science Fiktion-Werken populär gemacht worden (58). Er taucht natürlich natürlich auch in dem gemeinsamen Zyklus der beiden Autoren auf.

2002 überraschte die Europäische Weltraum Agentur - esa - mit einer Studie über die Realisierbarkeit von in der Literatur beschriebenen Weltraumtechnologien (59). In Bezug auf einen Weltraumfahrstuhl heißt es in der Studie (S. 38): Neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Nanostrukturen mit Kohlenstoffmolekülen deuten darauf hin, dass die erforderlichen physikalischen Eigenschaften sich jetzt erreichen lassen und somit die Möglichkeit besteht, die Kosten für den Zugang zum Weltraum drastisch zu senken.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Science Fiktion durchaus prophetisch sein kann.

 
In "Das Licht ferner Tage" (60) greifen die beiden Autoren das Thema Wurmlöcher wieder auf und stellen eine imposante Spionagemaschine vor: Einer Firma ist es gelungen, innerhalb der Atome, dort wo sich Raum und Zeit aufheben, Wurmlöcher aufzuspüren und zu stabilisieren. In Echtzeit lassen sich nun Ereignisse von einem Ende der Erde zum anderen übertragen - zunächst noch grob und unzuverlässig, doch im Laufe der Jahre immer genauer und sicherer. Es ist möglich, jeden Winkel der Erde zu jeder denkbaren Zeit zu überwachen, ohne, dass die Beobachteten es wissen.

Der Hauptteil der Handlung ist mehr ein Detektivroman, in dem es um die Entwicklung der "Suchmaschine" geht und um die Macht über sie.

Am Ende unternehmen zwei der Romanhelden eine Zeitreise durch die Äonen der Vergangenheit und bis zu vier Milliarden Jahre zurück, also bis zur Entstehung der Erde. In diesem verhältnismäßig kurzen Teil (ab S. 393) können die beiden Autoren herrlich fabulieren. Man merkt ihm an, dass Baxter viel von seinem erdbiologischen Wissen eingebracht hat.

Das Buch ist insgesamt eher durchschnittlich geworden, aber vor allem wegen des letzten Teils sehr zum Lesen zu empfehlen.
 

zurück zum Verweis Die Zeit-Odyssee Sonnensturm

 

(61)
 
 

(62)

 
Mit ihrer jetzt aus drei Bänden bestehenden Zeit-Odyssee knüpfen Clarke und Baxter an Clarkes Klassiker "2001" an. Sie konfrontieren uns mit den mysteriösen Erstgeborenen und ihren undurchsichtigen Zielen und ihrem fantastischen technologischen Können. Sie sind auch die, mit denen in "2001" der erste Kontakt stattfand.

"Die Zeit-Odyssee" (61) spielt im Jahr 2037 und beginnt mit Astronauten, die mit ihrer Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ablegen.

Und als die Astronauten schließlich in der kasachischen Steppe landen, sehen sie sich von wilden Reiterhorden umringt, die unter dem Befehl von Dschingis Khan stehen. Was ist geschehen? Es ist, als wäre die Zeit der Erde - von der Prähistorie bis zum Jahr 2037 - auseinander gerissen und auf irrsinnige Weise neu zusammengesetzt worden. Doch welche kosmische Macht ist in der Lage, Zeit und Raum auf diese Weise gewaltsam zu verändern?

In dem neu gewürfelten Spiel der Geschichte treten neben Dschingis Khan Alexander der Große, Neandertaler und Splittergruppen aus allen Epochen auf den Plan. Sie kämpfen um das Überleben, sterben und werden ständig von den merkwürdigen Augen der Außerirdischen überwacht.

Eine spannende Geschichte, deren Ausgang völlig unklar ist.
 

 
Zeitlich parallel dazu spielt der "Sonnensturm"  (62). Forscher auf dem Mond stellen ein ungewöhnliches Pulsieren im Innern der Sonne fest. Ihre Aktivitäten steigen und sie finden schließlich heraus, dass am 20. April 2042 ein mächtiger Ausbruch stattfinden wird, der mit der Gewalt von Milliarden Megatonnen die Erde treffen wird - genug, um alles Leben einzuäschern, die Meere verdampfen zu lassen, das Magnetfeld abzuschälen und die Erdatmosphäre davonzublasen.

Trotz der kurzen, verbleibenden Zeit werden technologische Großprojekte aufgelegt. Die Menschen konstruieren Kuppeln zum Schutz ihrer größten Städte und vor allem einen gewaltigen Sonnenschirm, der die erwartete Sonnenenergie ablenken soll.

Das gelingt am Ende sogar. Trotz hoher menschlicher Verluste bleibt die Ökosphäre angegriffen, aber erhalten und die Menschheit überlebt.

Im Verlauf der Geschichte wird klar, dass der Sonnenausbruch keine natürliche Ursache hat, sondern von Außerirdischen in Gang gesetzt wurde.

Die Motive für ihre Feindseligkeit bleiben unklar und vor allem auch, warum sie gleichzeitig zum Angriff das große Geschichtsexperiment in der Parallelwelt aus der "Zeit-Odyssee" gestartet haben.
 

zurück zum Verweis Wächter

 
 
(63)
 
 

(68)

 
"Wächter" setzt die Geschichte im Jahr 2069 fort (63). Die Menschen haben sich im Sonnensystem etabliert und verfügen auf der Erde über mehrere Weltraumfahrstühle.

In der Geschichte verwachsen die Ereignisse in der realen und in der parallelen Welt aus der Zeit-Odyssee; sporadische Kontakte werden möglich. Die "Augen" erweisen sich als Tore zwischen den Dimensionen (S. 183).

Das Buch handelt in beiden Welten. Dabei stellt sich heraus, dass die Parallelwelt offenbar in ein Baby-Universum gekapselt ist (S. 287), dessen Lebensdauer sehr begrenzt ist. Die Parallelwelt wird binnen weniger Hundert Jahre verdampfen.

Stephen W. Hawking (64) hat mehrere revolutionäre Ideen in die theoretische Physik und Kosmologie eingebracht. Er hat zum Beispiel belegt, dass Schwarze Löcher infolge von Quanteneffekten (65) an ihrem Ereignishorizont (66) Masse abgeben und allmählich verdampfen. Die dabei entstehende Strahlung wird nach ihm Hawking-Strahlung genannt (67).

Auch die Idee zu den Baby-Universen, die sich von unserem Universum abspalten, wurde von ihm aufgegriffen und popularisiert [ (68), S. 120]: Wenn ein Schwarzes Loch Teilchen und Strahlung abgibt, verliert es an Masse. Das hat zur Folge, daß das Schwarze Loch kleiner wird und Teilchen rascher emittiert. Schließlich wird seine Masse null, und es verschwindet vollständig. Was geschieht dann mit Objekten, zum Beispiel Raumschiffen, die in das Schwarze Loch gefallen sind? Nach den Untersuchungen, mit denen ich mich in jüngerer Zeit befasst habe, würden sie in kleinen, eigenständigen Baby-Universen landen. Ein kleines, in sich geschlossenes Universum zweigt von unserer Region des Universums ab. ...

Dieser Annahme hat Hawking später widersprochen (69).
 

 
Trotz erhöhter Wachsamkeit bemerken die Menschen zunächst nicht, dass sich dem Sonnensystem eine Q-Bombe nähert. Selbst ihr neues, mit Anti-Wasserstoff betriebenes (S. 122 f.) Kriegs-Weltraumschiff kann dagegen nichts ausrichten.

Zuletzt gelingt es den Menschen, die Bombe abzuleiten. Sie vernichtet den vollständigen Mars, indem sie seine raum-zeitliche Struktur auflöst.

In "Wächter" deutet sich an, warum die Erstgeborenen so feindselig reagieren. Sie löschen offenbar jede technische Zivilisation aus, die Raumfahrttechnologie und ihre Ausbreitung in der Galaxis erwarten lässt. Auch der Grund deutet sich an: Die schwindenden Ressourcen der Galaxis, die auf lange Dauer nur einer Zivilisation das Überleben ermöglichen.

Ganz am Ende erscheint als neuer Verbündeter ein Letztgeborener. Sie befinden sich im Krieg und müssen befürchten, ihn zu verlieren.

Ein vierter Teil muss einfach folgen, auch wenn Clarke inzwischen verstorben ist.
 

zurück zum Verweis Fazit

   

 
In diesem Autorenportrait werden 25 Bücher von Stephen Baxter vorgestellt. Nicht alle haben mir gefallen und das gilt besonders für "Diktator", dem abschließenden Teil der Zeit-Verschwörung, und die Multiversum-Trilogie.

Bemerkenswert bei Baxter sind seine soliden Kenntnisse über die Diskussionen über die theoretische Physik und Kosmologie. Das hat er studiert und er weiß, seine Kenntnisse in spannende Hintergründe und Handlungen umzusetzen. Diese Fertigkeit hat er bereits mit den Zeit-Schiffen bewiesen, im Xeelee-Zyklus perfektioniert und schließlich in der Zeit-Odyssee auch aktuell bewiesen.

Bereits damit hebt sich Baxter von der Masse der Autoren ab, die die (exotischen) Schlüsse aus den physikalischen Theorien eher intuitiv verwerten. Baxter durchdringt die Theorien tiefer und schafft es damit, wirklich schlüssige Umgebungen und Handlungsspielräume zu schaffen.

Der Lesespaß bleibt jedoch dann etwas auf der Strecke, wenn man nicht weiß, worauf Baxter eigentlich anspielt. Das hat er erkannt und meisterhaft in den Sternenkindern die fehlenden Erklärungen für die Rätsel aus den früheren Bänden des Xeelee-Zyklus' nachgeliefert.
 

 
Ebenso bemerkenswert ist, dass sich Baxter tief mit der Evolutionsgeschichte und -theorie beschäftigt hat. Ohne dem wären "Evolution" und "Der Orden", zwei seiner besten Romane, nicht möglich gewesen.

Dasselbe gilt für seine profunden geschichtlichen Kenntnisse, die er bereits in "Der Orden" und dann in der Zeit- Verschwörung ausspielt.
 

Baxter ist einer der führenden zeitgenössischen Science Fiktion-Autoren, vielleicht sogar der führende nach meinem Geschmack.

Er ist ein Vielschreiber. Das kann die Befürchtung nähren, dass die Qualität nachlässt.

Anhaltspunkte dafür hat es zwischenzeitlich gegeben, doch die Zeit-Odyssee hat seine besten Qualitäten wieder zum Vorschein gebracht.

Baxter hat mit dem Xeelee-Zyklus bislang sein Hauptwerk abgeliefert und immer wieder Überraschungen mit seinen thematischen Ablegern bereitet.

Ich hoffe, dass er das Niveau halten kann.
 

zurück zum Verweis Anmerkungen
 


(1) Stephen Baxter

(1a) Der Grund, warum Baxters Romane immer länger werden: Der Name passt in ganzer Breite auf den Buchrücken.

(2) Arthur C. Clarke

(3) Stephen Baxter, Zeitschiffe (1995),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1995;
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(4) H. G. Wells, Die Zeitmaschine;
Cover der Ausgabe bei Diogenes  1974;
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(5) Stephen Baxter, Anti-Eis (1993),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1997,
Zitat: Klappentext;
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(6) Motiv aus Zeitschiffe, (3), S. 13.

(7) Stephen Baxter, Evolution (2004),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2004;
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(8) The Web

(9) Stephen Baxter u.a., The Web (1997),
Cover der Ausgabe bei Bastei-Lübbe 1998; antiquarisch bei

(10) Aus der Kundenrezension von Mathias Müller bei
 

 
(11) Tron

(12) Stephen Baxter, Moonseed (1998);
Angebote bei Amazon/UK.

(13) Stephen Baxter, Mission Ares (1996),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1999;
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(14) Stephen Baxter, Titan (1997);
Cover der Ausgabe bei Heyne 2000;
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(15) Stephen Baxter, Das Geflecht der Unendlichkeit (1992),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1994;
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(16) Große vereinheitlichte Theorie

(16a) Spektrum Dossier, Parallelwelten, Heft 1/09

(17) Kip S. Thorne, Gekrümmter Raum und verbogene Zeit. Einsteins Vermächtnis, Droemer 1994;
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(18) Carl Sagan, Contact, Droemer 1986,
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(19)  Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße

(19a) 11.04.2009: aktueller Stand der Forschung: Matthias Gräbner, Das Schicksal des zusammenbrechenden Sterns. Interview mit Pankaj Joshi, Telepolis 10.04.2009

(20) Stephen Hawking, Eine kurze Geschichte der Zeit. Die Suche nach der Urkraft des Universums (1988),
Cover der Ausgabe bei Rowohlt 1988;
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(21) Paul Halpern, Wurmlöcher im Kosmos. Modelle für Reisen durch Zeit und Raum (1992),
Cover der Ausgabe bei List 1994;
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(22) Stephen Baxter, Das Floß (1991),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1994;
Zitat: Klappentext;
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(23) Anthropisches Prinzip

(24) Ockhams Rasiermesser

(25) Reinhard Breuer, Das anthropische Prinzip. Der Mensch im Fadenkreuz der Naturgesetze (1981),
Cover der Ausgabe bei Ullstein 1984;
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(26) Stephen Baxter, Flux (1993),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1998;
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(27) Neutronenstern

(28) Chandrasekhar-Grenze

(29) Rudolf Kippenhahn, 100 Milliarden Sonnen (1980),
Cover der Ausgabe bei Piper 1984;
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(30) Schwarzes Loch
 


(31) Isaac Asimov, Die Schwarzen Löcher (1977),
Cover der Ausgabe bei Bastei-Lübbe 1979;
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(32) George Greenstein, Der gefrorene Stern (1983),
Cover bei Econ 1985;
antiquarisch bei

(33) Stephen Baxter, Ring (1994),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1996;
Zitat: Klappentext;
antiquarisch bei

(34) Stringtheorie

(35) F. David Peat, Superstrings. Kosmische Fäden 1988,
Cover der Ausgabe bei Hoffmann und Campe 1989;
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(36) Großer Attraktor

(37) Stephen Baxter, Vakuum Diagramme (1997),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2001;
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(38) Stephen Baxter, Der Orden (2003),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2005;
antiquarisch bei

(39) Frank Schätzing, Der Schwarm.

(40) Stephen Baxter, Sternenkinder (2004),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2005;
Bestellung bei
 

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(41) Stephen Baxter, Transzendenz (2005),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2006;
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(42) Inhaltsangabe: Kinder des Schicksals.
Siehe auch adaptive Radiation.

(43) siehe die Ausführungen zu Wolfgang Jeschke, Das Cusanus Spiel.

(44) Stephen Baxter, Resplendent (2006);
Angebote bei Amazon/UK

(45) Stephen Baxter, Das Multiversum. Zeit (1999),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2002;
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(46) Stephen Baxter, Das Multiversum. Raum (2000),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2002;
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(47) Stephen Baxter, Das Multiversum. Ursprung (2001),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2003;
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(48) Stephen Baxter, Die Zeit-Verschwörung. Imperator (2006),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2007;
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(49) Stephen Baxter, Die Zeit-Verschwörung. Eroberer (2007),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2007;
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(50) Stephen Baxter, Die Zeit-Verschwörung. Navigator (2007),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2008;
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(51) Stephen Baxter, Die Zeit-Verschwörung. Diktator (2008),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2008;
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(52) siehe Transzendenz und (43)

(53) siehe (2)

(54) Arthur C. Clarke, 2001 - Odyssee im Weltraum (1968),
Cover der Ausgabe bei Heyne 1971;
antiquarisch bei

(55) Stanley Kubrick, 2001: Odyssee im Weltraum

(56) Fahrstuhl zu den Sternen.
Artur C. Clarke, Fahrstuhl zu den Sternen (1979);
antiquarisch bei

(57) Weltraumlift

(58) zum Beispiel in Kim Stanley Robinsons Marstrilogie,
Roter Mars (1993); antiquarisch bei
Grüner Mars (1994); antiquarisch bei
Blauer Mars (1996); antiquarisch bei
Die Marsianer (1999); antiquarisch bei

(59) esa, Neue Visionen braucht die Welt;
Studie: esa, Innovative Technologien aus der Science-fiction für weltraumtechnische Anwendungen, esa September 2002

(60) Arthur C. Clarke, Stephen Baxter, Das Licht ferner Tage (2001),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2001,
Zitat: Innentext;
antiquarisch bei
 

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(61) Arthur C. Clarke, Stephen Baxter, Die Zeit-Odyssee (2004),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2005,
Zitat: Innentext;
Bestellung bei

(62) Arthur C. Clarke, Stephen Baxter, Sonnensturm (2005),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2006,
Zitat: Innentext;
Bestellung bei

(63) Arthur C. Clarke, Stephen Baxter, Wächter (2008),
Cover der Ausgabe bei Heyne 2009;
Bestellung bei

(64) Stephen W. Hawking

(65) Quantenmechanik

(66) Ereignishorizont

(67) Hawking-Strahlung

(68) Stephen W. Hawking, Einsteins Traum. Expeditionen an die Grenzen der Raumzeit (1993),
Cover der Ausgabe bei Rowohlt 1996;
antiquarisch bei

(69) "Kein Baby-Universum", dw-world.de 22.07.2004

 

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© Dieter Kochheim, 04.10.2009