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Dezember 2008
30.12.2008 Strugatzki
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Das Hauptthema Literatur erscheint nur gelegentlich in den Meldungen des Cyberfahnders, weil es nicht zu den praktischen und rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Cybercrime und der Strafverfolgung gehört. Die Würdigung der beiden jüngsten Romane von William Gibson ist eine solche Ausnahme gewesen. Ein Cyberfahnder-kompatibles Zitat gab den Ausschlag und die beiden angesprochenen Romane haben mich nachhaltig beeindruckt.

Besonders die SF-Literatur ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens und fließt deshalb - etwas versteckt - immer wieder in den Cyberfahnder ein.

Das Autorenportrait für Arkadi und Boris Strugatzki ist die jüngste Auseinandersetzung mit zwei Brüdern aus Russland, die es geschafft haben, massive Kritik am sowjetischen Macht- und Gesellschaftssystem zu äußern und dennoch - meistens - in ihrer Heimat publiziert zu werden. Sie haben sich während ihres jahrzehntelangen Schaffens zu tiefsinnigen und spannenden Autoren entwickelt. Das gilt besonders für Boris Strugatzki, der nach dem Tod seines Bruders zwei Bücher geschrieben hat, die einerseits eine persönliche Abrechnung mit seiner sowjetischen Vergangenheit vornehmen  - mit zwar kindlichen, aber tiefsinnigen und nahe gehenden Schilderungen aus der Zeit der deutschen Belagerung von St. Petersburg im Zweiten Weltkrieg - und schließlich mit der nachsowjetischen Jetztzeit (2). Beide Romane enthalten phantastische Elemente, haben aber nichts mit Science Fiction zu tun.
 

 
Das verbindet diese beiden Romane mit den schon angesprochenen von Gibson, aber auch mit den beiden Autoren, denen die beiden älteren Autorenportraits gewidmet sind.

Der eine davon ist Andreas Eschbach, dessen Wurzeln tatsächlich in der SF-Literatur angelegt sind, der jedoch mit dem Jesus-Video, Eine Billion Dollar, Der Nobelpreis und mit Ausgebrannt hervorragende und spannende Werke vorgelegt hat. Ein besondere Stärke zeigt er auch bei seinen Jugendbüchern.

Der andere ist Frank Schätzing, der aus der Krimi-Ecke kommt, aber mit Der Schwarm zu allgemeiner Bekanntheit gelangte. Er hat mich dazu gebracht, auch die hervorragenden Autoren anzusprechen, an die mich seine Bücher wohlwollend erinnert haben, indem er die gleichen Gefühle bei mir auslöste und weit davon weg war, sie zu kopieren.

Ich mag spannende Erzähler und deshalb gehört auch Tom Appleton zu den Portraitierten, obgleich er aus dem Rahmen der übrigen Autoren herausfällt, weil er keine Romane schreibt, sondern in kürzerer Form Sachthemen anspricht.

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KGB-Agent Wenjamin Krasnogorski:
Ich habe niemals versucht, sie anzuwerben, obwohl mir der Gedanke ein paarmal in den Kopf gekommen war. Wozu? Eine Anwerbung hat natürlich ihre Vorteile, aber ihre Nachteile hat sie auch. Ich habe einen mitteilsamen Gesprächspartner immer jedem noch so eifrigen Informanten vorgezogen, der gegen Bezahlung arbeitet. [ (1), S. 295 f.]
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(1) Boris Strugatzki, Die Suche nach der Vorherbestimmung, Klett-Cotta 2004

(2) Boris Strugatzki, Die Ohnmächtigen, Klett-Cotta 2007
 

 

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© Dieter Kochheim, 29.07.2009